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> Aufreger des Tages
GreenMilan
post 08. Jan. 2010, 09:54
Beitrag: · · | Beitragslink: #1
~ Friedenstaube ~
 

Aus: 50181




Heute: Bayern und die Kruzifixe.

Sind denn alle Lederhosenträger dermaßen in ihren Traditionen und verstaubten Riten gefangen, dass sie nicht ein wenig mit der allgemeinen öffentlichen Meinung und Ansicht mithalten können?

Siehe Artikel

Ich finde das eine Oberfrechheit. Also erstens so einen Paragraphen überhaupt im Schulgesetz stehen zu haben und zweitens, dann so mit den Eltern umzugehen.

Ich komme aus Hessen, muß man dazu sagen, bei uns gab es keine Kreuze an den Wänden, und das fand ich auch sehr gut so!
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Methos
post 08. Jan. 2010, 10:16
Beitrag: · · | Beitragslink: #2
~ primus maximus ~
 





Ist doch egal, ob da eins hängt oder nicht. Ich seh da jetzt kein Aufreger, es ist nur ein Kreuz. Mit der Klassenlehrerin, die mehrmal am Tag Gebete spricht, hätte ich ein Problem, aber ansonsten...
Es ist nur ein Symbol und ich versteh nicht, dass sich manche so aufregen drüber, aber vielleicht kannst du es mir ja erklären.
Wichtig ist doch nur, dass die Kinder nicht infiltriert werden und das werden sie sicherlich nicht durch ein bloßes Kruzifix an der Wand. Da wär mir der verpflichtende Religionsunterricht viel eher ein Dorn im Auge.
Eine Auseinandersetzung mit der Bibel sollte das Kind trotzdem in irgendeiner Form erleben und wenn es nur in Form des Umberto Ecos Vorschlages abliefe, was den Vorteil bringen würde, dass auch nicht-christliche Mythen vermittelt werden könnten. Generell kommt die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen in der Bildung zu kurz...
Aber ich schweife ab und der Vorschlag überhaupt in diese Richtung zu gehen, ist sowieso ewig gestrig... Kann die Wirtschaft nichts mit anfangen und somit ist er unnütz...
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GreenMilan
post 08. Jan. 2010, 10:47
Beitrag: · · | Beitragslink: #3
~ Friedenstaube ~
 

Aus: 50181




Mir geht eben die aggressiv dargestellte christliche Weltanschauung auf den Brezel. Wir reden ja auch meistens nicht von nem einfachen Holzkreuz, sondern von nem toten blutenden Männchen, das in jedem bayrischen Haushalt am Mittagstisch und eben in jeder Schule an der Wand hängt. Und DAS finde ich nun wirklich abartig.

Ich bin froh über unseren Relilehrer - wir haben damals sämtliche Weltreligionen durchgenommen, und das nicht im Schnellverfahren. Ansonsten war der damals eh sehr weltoffen und als Ethiklehrer ausgebildet - diesen Arbeitszweig konnte er allerdings erst ausleben, als ich schon in der 12. Klasse war. Vorher gabs gar keine Ethik an der Schule. Von Philosophie ganz zu schweigen, das gabs ebenfalls ab meiner 12. von eben dem gleichen Lehrer. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)

Naja, mag an meiner wenig christlichen Erziehung liegen, denn trotz Konfirmation hate ich mit Kirchen nun wirklich nie was am Hut. Und ich bin meiner Ma wenigstens in der Beziehung dankbar, dass ich evangelisch getauft wurde, trotz Widerstand von meinen Großeltern väterlicherseits. (IMG:style_emoticons/default/laugh.gif)
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Chiron McAnndra
post 08. Jan. 2010, 13:00
Beitrag: · · | Beitragslink: #4
~ nicht angemeldet ~
 





Ich bin auch der Ansicht, daß Religion an öffentlichen Schulen nichts zu suchen hat ... allenfalls im Rahmen des Geschichtsunterrichts.
Diese unterschwellige Indoktrination kleiner Kinder, die sich gegen solche Einflüsse noch gar nicht wehren können ist für mich nicht weniger widerwärtig, als wenn sich Erwachsene die kindliche Mentalität zunutze machen, um Kinder ohne Widerstand sexuell zu mißbrauchen ...
Klar, daß Gläubige diese Parallelen nicht sehen wollen ... ebensowenig, wie sie den rituellen Kannibalismus wahrnehmen wollen, den die Kommunion darstellt ...

Religion macht kopfblind ...

Chiron
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Methos
post 08. Jan. 2010, 18:43
Beitrag: · · | Beitragslink: #5
~ primus maximus ~
 





Du schreibst hier wieder einen Schrott zusammen, das ist unglaublich Chiron.
Eigentlich hätt ich deinen Beitrag kompostieren sollen, aber nun gut. (IMG:style_emoticons/default/bleeh.gif)

Wieso aus der Schule verbannen? Da ist doch nichts dabei, wenn halt Wahlfreiheit besteht und das nicht erst ab 14 Jahre. Und endlich mal auch ein Religionsunterricht für Moslems angeboten wird, wenngleich das ua. auch wegen den verschiedenen Strömungen ein paar Probleme macht.

Indoktronieren kann man Leute mit allem, dazu braucht es keine Religion. Haben die Nazis genauso wenig gebraucht wie die Kommunisten oder der Westen, der alle Kommunisten als kinderzerfleischende Irre ausgegeben hat. Religion an sich ist in keinster Weise ein Problem.
Es ist verständlich, dass der Mensch sich ein Gedankenmuster erbaut, um Dinge, die nicht greifbar sind, nicht erklärbar sind zu erklären, bzw. um Trost zu finden. Wo ist das Problem?
Solang es nicht dazu übergeht, andersgläubige zu unterdrücken und anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, ist doch alles ok. Wobei uns das sowieso vorgeschrieben wird, dafür sorgt schon Väterchen Staat, so dass Freiheit sowieso eine Utopie ist, wenn man sie zu Ende denkt. (Wenn man sie zu Ende denkt, erkennt man sogar die Undenkbarkeit der Utopie, weil man immer "unfrei" ist.)

Religion macht per se nicht weniger kopfblind, wie andere Dinge. An Gott zu glauben und trotzdem seinen Kopf zu benutzen, schließt sich nicht aus. Das haben genügend Denker schon bewiesen, auch Denker in den Naturwissenschaften.

Vale
Methos

PS:
Noch so nen reißerischen Kommentar schalt ich dir nicht frei. Wieso? Weil ich das 11. Gebot bin und die Unfreiheit personifiziere, wenn du so willst. (IMG:style_emoticons/default/bleeh.gif)
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Wühler
post 11. Jan. 2010, 22:26
Beitrag: · · | Beitragslink: #6
~ irgendein Niemand ~
 

Aus: Dieselstraße




Heute Landesbanken und Skandale...

Ich bin für die Errichtung der Guillotine. Die Verantwortlich gehören hingerichtet.
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GreenMilan
post 12. Jan. 2010, 08:48
Beitrag: · · | Beitragslink: #7
~ Friedenstaube ~
 

Aus: 50181




Wer tot ist kann aus seinen Fehlern nicht mehr lernen. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)

Banken und Skandale so allgemein oder gibts nen speziellen Anlaß?
Ich brauche mehr Details!
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Wühler
post 12. Jan. 2010, 12:06
Beitrag: · · | Beitragslink: #8
~ irgendein Niemand ~
 

Aus: Dieselstraße




Es regt mich einfach nur auf, wie Milliarden veruntreut werden. So wie Bayern LB, Hedgefonds, Deutschland GmbH und viele mehr. Wir braven Bürger sitzen für ein Apfel und ein Ei auf Arbeit und müssen uns gefallen lassen dass alles teurer kontra weniger wert wird und beschlossen wird, dass es von notwendiger Information sei wann der Arbeitnehmer in welchem Land Urlaub gemacht hat und wie viele Tage er krank war.

Hätte die Stasi dieses Organ gehabt hätte es sich alle zehn Finger danach geleckt, wenn nicht alle wegen blöden Wetten drauf gegangen wären. Im Gegenzug hat sich vor 20 Jahren die vom Staat inzenierte "friedliche Revolution" ein Markt von über 2 Milliarden Menschen eröffnet. Finanzkrise, Wirtschaftkrise, Talkshows, Gaußsches Verteilungssystem, Abrackprämie, Umweltschutz, Schweinegrippe... arrghh

Wenn wir Menschen nicht 10 Milliarden Marsmenschen "demokratisieren" können werden wir ne Menge Ärger die nächsten 20 Jahre haben. Nur gut, dass sich niemand darüber aufregt. Weil es grad in Deutschland kalt ist wollen wir nichts mehr über Rettung der Umwelt wissen und lassen uns aktuell etwas über Tierschutz einfallen und noch mehr Milliarden ausgeben wo kein Geld existiert.

Für heute hab ich mich genug aufgeregt.

Wühler
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Chiron McAnndra
post 13. Jan. 2010, 11:02
Beitrag: · · | Beitragslink: #9
~ nicht angemeldet ~
 





(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Wieso aus der Schule verbannen?

Weil die Schule dazu da ist, Steuergelder in sinnvolles Wissen umzuwandeln ... wer seinem Kind unbedingt irgendeine Religion beibringen lassen möchte, kann dies doch auch privat - und auf eigene Kosten - tun ...
Religion ist nunmal Privatsache ... und es ist nicht einzusehen, weshalb auch die Steruergelder vobn Leuten, die keiner, oder einer nicht in der Schule gelehrten Religion angehören, mit ihrem Geld den Unterricht anderer Glauebnsrichtungen finanzieren soll ... Religionsunterricht an öffentlichen Schulen aber ist keine Privatsache mehr ... uund ist auch nicht mit dem Grundsatz vereinbar, daß sich der Staat nicht in die Angelegenheiten einer oder mehrerer Religionen einmischt ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Indoktronieren kann man Leute mit allem, dazu braucht es keine Religion. Haben die Nazis genauso wenig gebraucht wie die Kommunisten oder der Westen, der alle Kommunisten als kinderzerfleischende Irre ausgegeben hat. Religion an sich ist in keinster Weise ein Problem.

Religionslehrer werden vom Staat bezahlt ... ich habe kein Problem damit, wenn irgendjemand an irgendeine Religion glauben will ... und auch wenn ich das nicht gut finde, stört es mich nicht sondernlich, wenn solche Leute auch ihre kleinen Kinder, die noch nicht genügend Kritikfähigkeit besitzen, um sich dagegen zu wappnen, mit ihrer Religion zu infizieren ... aber ich habe entschieden etwas dagegen, wenn meine Steuergelder dazu dienen müssen, den Glauben anderer Religionen zu verbreiten ...
Und wenn ich gegen öffentlich finanzierten Religionsunterricht bin, dann bedeutet das ja nicht, daß ich ihn gegen eine anddere Form der Indoktrination eintauschen will ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Es ist verständlich, dass der Mensch sich ein Gedankenmuster erbaut, um Dinge, die nicht greifbar sind, nicht erklärbar sind zu erklären, bzw. um Trost zu finden. Wo ist das Problem?

Damit habe ich kein Problem, wenn ein Erwachssener das tut ... ebensowenig wie ich ein Problem damit hätte, wenn er es als sinnvoll erachten würde, vom Dach eines Hochhauses zu springen ... es soll jeder auf die Art glücklich werden, die ihm am geeignedsten erscheint ... ich denke aber, daß auch Du ein Problem damit hättest, wenn Du erfahren würdest, daß einiges von Deinem Geld u.a. auch eine Organisation finanziert, die aandere Menschen dazu überredet, sich von Hochhausdächern zu stürzen ... und ein ähnliches Problem habe ich damit, daß mein Geld Religionslehrer finanziert ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Solang es nicht dazu übergeht, andersgläubige zu unterdrücken und anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, ist doch alles ok.

Und wie kann man besser verhindern, daß es allzuviele potentiell anders Gläubige überhaupt schaffen, sich aus ihrem glauubenden Umfeld zu emanzipieren?
Indem man schon bei kleinen Kindern anfängt, sie mit der Religion zu impfen ... lange bevor Kinder anfangen, logisch denken zu lernen, werden sie mit einer Lehre konfrontiert, die das Gegenteil von Logik und Vernunft darstellt ... und wenn Du das nicht als verwerfliich ansiehst, könnte man den Kindern ebensogut Nazipropaganda beibringen (das ar ja eines Deiner Alternativbeispiele), denn wenn frühzeitig eingeimpfter Glaube einem Menschen keinen Schaden zufügen und ihn als Erwachsenen ebenso befähigen würde4, sich frei für das richtige zu entscheiden, könnte den Kindern die Nazi-Propaganda auch nicht weiter schaden ...
Die Tatsache jedoch, daß man Kinder frühzeitig mit der Religion vertraut macht, beweist das genaue Gegenteil ... denn gerade weil es einen deutlichen Unterschied ausmacht, ob ein Kind religiös indoktriniert wurde oder nicht, praktiziert man genau dies ... nur so ist eine Religion überhaupt lebensfähhig ... denn würde man zzulassen, daß alle menschen zuerst ihre Kritikfähiigkeit erlangen, bevor man sie mit Religion vertraut macht, würde sich nur eine verschwindend geringe Minderheit damit abgeben wollen ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Wobei uns das sowieso vorgeschrieben wird, dafür sorgt schon Väterchen Staat, so dass Freiheit sowieso eine Utopie ist, wenn man sie zu Ende denkt. (Wenn man sie zu Ende denkt, erkennt man sogar die Undenkbarkeit der Utopie, weil man immer "unfrei" ist.)

Es ist eine Sache, dies in seiner philosophischen Tiefe zu erkennen ... eine völlig anddere Sache ist es jedoch, dies aktiv zu fördern und noch weiter zu forcieren ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

Religion macht per se nicht weniger kopfblind, wie andere Dinge.

Weniger nicht, sondern mehr ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

An Gott zu glauben und trotzdem seinen Kopf zu benutzen, schließt sich nicht aus. Das haben genügend Denker schon bewiesen, auch Denker in den Naturwissenschaften.

Es gibt auch Leute, die beim Iron-Man dabei waren oder sich in anderen Leistungssportarten profiliert haben, obwohl sie sich nicht gesund ernähren, sondern mit Vorliebe Fastfood vertilgen ... daraus sollte man jedoch nicht den Schluß ziehen, daß Fast Food deshalb gar nicht ungesund sein kann ... solche Leute sind ebenso die Ausnahme, wie religiöse Denker ...
(Methos @ 08. Jan. 2010, 18:43) *

PS:
Noch so nen reißerischen Kommentar schalt ich dir nicht frei. Wieso? Weil ich das 11. Gebot bin und die Unfreiheit personifiziere, wenn du so willst.

Wie war das doch gleich noch mit Solang es nicht dazu übergeht, andersgläubige zu unterdrücken und anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, ist doch alles ok.
Du willst hier also gar keine echte Diskussion, sondern nur ein Rumdümpeln auf niedrigem Niveau?


Chiron
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naudh
post 13. Jan. 2010, 13:55
Beitrag: · · | Beitragslink: #10
~ hack writer ~
 

Aus: und vorbei...




Chiron, in Sachen Niveau bleibst du natürlich unser Maß aller Dinge, das versteht sich doch von selbst! (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)

So, zum Thema:
Mir ist und war (ja, ich komme aus Bayern und wurde katholisch getauft) das sowas von egal, ob im Klassenzimmer so ein Kreuzdings rumhängt oder nicht. Die eigentlich Prägung und Beeinflussung findet hauptsächlich im Elternhaus statt. Das habe ich an mir und an meinen Klassenkameraden live und in allen Facetten erlebt.

Religionsunterricht ist meiner Meinung nach ein ganz anderes Thema. In dieser Sache finde ich es sehr schade, dass nicht tiefer auf die verschiedenen Religionen eingegangen wird, auch wenn man das erst in den höheren Klassen machen sollte, da man doch eine gewisse Reife um alles zu verstehen und zu begreifen. Hier sehe ich ein klares Problem, das aber wohl auch in Zukunft weiter bestehen bleiben wird.

Die Kinder werden im Religionsunterricht (nicht in Ethik, wie das bei uns hieß) gezielt an das Christentum herangeführt, das heißt aber nicht, dass alle Kinder auch überzeugte Christen werden. Wie schon erwähnt findet diese Prägung nicht in der Schule statt.

naudh

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Goldene Sphinx
post 13. Jan. 2010, 18:04
Beitrag: · · | Beitragslink: #11
~ Die mit dem Wolf tanzt ~
 

Aus: dem 9. Kreis der Hölle




Ich kann nur zustimmen, dass Religionsunterricht nicht weiter schädlich ist als anderer Unterricht an öffentlichen Schulen.
Auch ich habe 10 Jahre Religionsunterricht gehabt, bin evangelisch getauft und konfirmiert. Ich war auch immer sehr gut in Religion, hatte meistens 1en und habe dennoch in der Oberstufe in Ethik gewechselt, weil ich seit Längerem Richtung Atheismus gehe, obwohl oder vielmehr weil ich mich eingehend mit Religion befasst habe.

Das Elternhaus prägt da, denke ich, wesentlich stärker. Meine Eltern sind z.B. beide nicht gläubig, wenn auch evangelisch getauft. Ich wurde nicht in frühester Kindheit an den Glauben herangeführt, also im Kindergartenalter, was wie ich glaube die entscheidende Zeit ist.
Trotzdem kenne ich auch Jugendliche aus gläubigen Haushalten, die sich als Atheisten bekennen.

Wenn ein Mensch die Fähigkeit und den Wunsch hat sich mit solchen Dingen kritisch auseinander zu setzen oder ihnen blind anzuhängen, dann wird er das wohl tun, Religionsunterricht ist dabei vielleicht eher zuträglich, da für eine andere Glaubensrichtung oder eine begründete Abwendung vom Glauben tiefer reichendes Wissen über die Sache von Nöten ist.


Die Goldene Sphinx
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Wühler
post 15. Jan. 2010, 00:22
Beitrag: · · | Beitragslink: #12
~ irgendein Niemand ~
 

Aus: Dieselstraße




Heute könnte ich mich schon wieder aufregen, dass Politiker nicht daran gewillt sind Ihr Volk zu vertreten geschweige davon Politik zu machen. Themen wie generierung von Kaufkraft, Arbeitsmarkt, Armut und Soziales, Wirtschaft und Mittelstand. Hauptsache das persönliche Interesse bleibt bestehen.

Ach meine Nerven... Ich kämpfe gegen Windmühlen.
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Goldene Sphinx
post 15. Jan. 2010, 22:22
Beitrag: · · | Beitragslink: #13
~ Die mit dem Wolf tanzt ~
 

Aus: dem 9. Kreis der Hölle




Ich rege mich heute auch wieder auf, aber viel mehr über ganz konkrete menschliche Dummheit.

Da bekommt mein Gymnasium 3 Mio. € aus dem Konjunkturpaket 2 und was machen sie damit?
In den Klassenräumen werden Bewegungsmelder installiert, sodass nach 15min das Licht ausgeht, wenn nicht einer unentwegt rumrennt, sehr hilfreich. Bei Neonröhren vor allem sehr energiesparend.
Eine neue Glocke wird in allen Räumen installiert, nur schade, dass sie ein furchtbar nerviges hochfrequentes Piespen ausstößt, das Menschen über 30 nicht mehr hören, wir Schüler, aber leider schon. Nebenbei ist der Glockenton noch furchtbarer als der andere und beide klingeln im Moment parallel und mit 1 min Verschiebung.
Das Dach wurde jetzt im Winter komplett abgerissen, um es neu zu machen, schade nur, dass kurz nach beginn der Arbeiten ein Sturmregen kam, der jetzt in das Gebäude gelaufen ist und sämtliche Elektroinstallationen in den Physik- und Chemiesälen zerstört hat. Im Gegenteil müssen wir uns jetzt sorgen machen, dass sie von der nassen Decke fallen und es tropft bei Regen in die Räume. Nebenbei bemerkt ist jetzt etwa das halbe Gebäude ohne Wärmedämmung und wir sitzen bei Minusgraden in kaum geheizten Räumen.

Das einzig sinnvolle, was bisher mit dem Geld angeschafft wurde waren neue Fenster im alten Klostertrakt, wo noch die von anno dazumal ohne Isolierung waren.

Das Problem am Konjunkturpaket 2 in dem Fall war, dass innerhalb kürzester Zeit alles beantragt werden musste, was gefördert werden sollte. Hier in der Nähe gäbe es zum Beispiel eine Firma, die sich auf energiesparende Heizsysteme für öffentliche Gebäude spezialisiert hat. Bis zu 30% Energiekosten könnten damit gespart werden, aber dazu hätte diese Firma Pläne gebraucht und etwas Zeit, um eine sinnvolles System zu entwickeln, dass intelligent heizt. Sowas fiel leider aus, dafür hat sich die Berufsschule in meiner Stadt einen Klassensatz Wintersportausrüstung zugelegt, was in Rheinland Pfalz mit seinen vielen Skipisten und seiner monatelangen Schneegarantie im Winter wirklich sinnvoll ist.
Ein anderes Gymnasium hat mit dem Geld einen Anbau finanziert, der günstigerweise das Regenwasser aufgrund eines Flachdaches in die Mitte des Daches leitet. Wirklich praktisch.

Manchmal frage ich mich, ob sich ab und zu Menschen, die etwas zu bestimmen haben Gedanken über die Konsequenzen ihrer Handlungen und Entscheidungen machen. Wenn ich mir die Situation so angucke nicht. Der Staat wollte schnell Geld loswerden, das hat er geschafft. Es ist völlig sinnfrei, aber wir haben es ja.
Schöne moderne Welt.


Die Goldene Sphinx
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Wühler
post 19. Jan. 2010, 15:45
Beitrag: · · | Beitragslink: #14
~ irgendein Niemand ~
 

Aus: Dieselstraße




Heute kann ich mich wieder nur aufregen.

Gewerbeabmeldung 10 Euro
Falschparken 15 Euro
Richtig Parken 8 Euro
Zinsen 21 Euro
Parteispende 15 Euro (für was?)

Die ziehen noch den Toten das Geld aus der Tasche.


Der Beitrag wurde bearbeitet von Wühler am 20. Jan. 2010, 03:20 Uhr.
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Wühler
post 29. Jan. 2010, 01:56
Beitrag: · · | Beitragslink: #15
~ irgendein Niemand ~
 

Aus: Dieselstraße




Heute rege ich mich über das politische Engagement auf. Ich bin in einer Partei, wo relativ viele junge Leute etwas mitwirken wollen. Doch scheint es mir eher aus dem persönlichen Interesse heraus. Mir ist bedeutent aufgefallen, dass ein Großteil davon Politik oder Staatswissenschaften studieren und womöglich aus den Fehlern nicht lernen wollen, die manch andere Systeme bereits verbockt haben. Jetzt wird allein entschieden und kein Deut darüber nachgedacht was andere so denken könnten. Es hapert an der Kommunikation, die absolut nicht statt findet. Und es gibt in der Staatskanzlei ganze Stäbe von gut bezahlten Leuten, die solche Probleme erkennen, aber nicht daran denken die Ursache oder eine Lösung dafür zu erforschen. Das Volk so habe ich den Eindruck möchte vom Lobbyismus nichts mehr wissen, vielleicht sind auch deswegen ein Großteil nicht mehr wählen gegangen. Das Volk muss aufwachen und Forderungen stellen. Große Firmen tun es bereits lange Fragen der Wirtschaft durch Subventionen zu klären. Es gibt jedoch keine Existenzberechtigung für Unternehmen die ohne diese Stütze nicht leben können.

Warum macht die Bahn als privatisiertes Unternehmen + 500 Tochtergesellschaften jährlich 1,5 Milliarden Euro Gewinn? Knapp 80% aller Verkehrsanteile lassen sich auf motorisierten Individualverkehr schließen. Warum kostet die G.E.B.B. mbh immer noch mehr Geld als sie unter Scharpings Amt als Verteidigungsminister einsparen sollte? Auch wenn die Post (4 Mrd € Gewinn) ein privatisiertes Unternehmen geworden ist warum befindet sich die Mehrheit aller Anteile noch in unübersichtlichen verstaatlichter Beteiligungsstrukturen. Auch die Telekom gehört immernoch zu Mehrheit dem Staat durch eine Beteiligung der KfW- Bank und widerrum unzählbaren Streubesitzen, die eine Mehrheit definieren. Auch dort existieren Systeme wo allgemein "hedging" betrieben wird. Das Schlimmste was passieren konnte traf ein ohne, dass es jemand gemerkt hat weil alle davon profitieren. Denn jetzt passiert eins. In den neunziger Jahren war es dem Staat verboten Gewinne einzufahren. Auch Heckler und Koch erhält Subventionen und wenn man allein bedenkt, dass in 88 weiteren Ländern mit diesen Waffen geschossen wird beteiligt sich der Staat wenn auch nur unbewusst zu einem großen Teil am Töten von Menschen. Damit ist Heckler und Koch Exportweltmeister der Rüstungsindustrie. Es gibt verdammt viele große Unternehmen, die sich wie Kinder verhalten und ohne dem Nippel von Mutter Staat nicht am Leben bleiben, dennoch werden die Gelder, die dem Volk zu Gute kommen sollen veruntreut. Statt Arbeitsplätze schaffen werden unüberschauliche Summen von A nach C geleitet wobei unüberschaubar bei B der große Anteil hängen bleibt. Wozu dient denn das Manstern dieser immensen Beiträge. Vielleicht würden sogar damit die gesamten Staatsschulden bereits abgebaut sein. Wir Bürger bekommen nichts weiter mit dass sich in allen Dingen die Preise erhöhen.

Die Ideologie des ‘Survival of the fittest, eine allumfassende Theorie, die all das hochleben lässt, was zu neuen Ausbeutungsverhältnissen führt, nämlich übelster Kapitalismus mit pseudohumaner Maske, Abbau von staatlichen Sozialwerken, sozialer Ellbogenschrott, der alte Irrglauben, es gehe allen besser, wenn jeder nur für sich schaut, solche und gleichbedeutende Aussagen machten alle Befragten der neunziger. Und weil gerade jeder für sich allein entschieden hat und der Wust an Bürokratie uninteressant für andere geworden ist macht jeder zum eigenen Vorteil für sich das Beste draus.

Die Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern (§ 1 SGB V). Dazu gehört auch, Krankheitsbeschwerden zu lindern (§ 27 SGB V). Wo steht verdammt nochmal der Wille dazu den Menschen von seinen Krankheiten zu heilen? Obwohl zwischen 1992 und 2005 sich unsere Bevölkerung schlagartig verdoppelt hat sind die Verwaltungskosten um 50,2% gestiegen. Warum verdammt noch einmal schlagen sich so viele Menschen den Bauch so voll? Gibt es denn noch so etwas wie eine Ethik in der Wirtschaft, oder reden wir hier von Neoliberalismus? Von all diesen Fragen benötige ich keine Antwort, denn diese existieren zuhauf. Ich wollte mich nur mal kurz aufregen und das niederschreiben.

Wühler
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LoFi Version Aktuelles Datum: 08. September 2010, 10:09