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| Wanderer |
04. Mar. 2010, 21:34
Beitrag: · · | Beitragslink: #21
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~ Federschwinger ~ |
Jeder Partner muss sein Selbst bewahren und sein Leben weiterführen, schließlich ist die Liebe keine Aufgabe, sondern die schönste Bereicherung für ein Leben. Schließlich liebt man den anderen auch wegen seiner Charaktermerkmale und seiner Schwächen. Wegen der Schwächen? Nein, sorry. Man liebt den anderen wegen seiner Vorzüge und Tugenden. So ist das jedenfalls bei mir. Aber diese sonderbare Sichtweise - an den Schwächen etwas gut zu finden - habe ich schon von vielen Leuten gehört. Nun gut, ist ja deren eigene Sache oder deren eigenes Problem, obwohl für mich unbegreiflich. Eigentlich sollte man einander dabei helfen die Schwächen auszumerzen und gemeinsam die Vollkommenheit anstreben. Gerade dieses Streben macht eine Beziehung erst wertvoll und dauerhaft: ein gemeinsames hohes Ziel. Dann gibt es auch kein Sich-Aufgeben, weil beide gleiches wollen und die Beziehung somit auf einem festen Grund steht und im Gesetz der Anziehung der Gleichart schwingt. Selbstlosigkeit ist als das Gegenteil von Egoismus zu verstehen und nicht als die Aufgabe zb eigener Prinzipien, Werte und Ideale. Das darf nicht sein. Es ist die Aufgabe des falschen Verstandes-Egos, das Zurückstellen eigener Ansprüche und Forderungen an einen Mitmenschen, was auf jeden Fall nur zur Veredelung der Persönlichkeit und Hebung deren Wertes beiträgt, ob in einer Beziehung oder nicht. |
| tintling |
05. Mar. 2010, 02:08
Beitrag: · · | Beitragslink: #22
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~ ahnung, leise ~ |
Solange ich kein greises Pärchen händchenhaltend im Sterbebett mit einem Lächeln auf den Lippen entschlafen gesehen habe, die noch nach 90 Jahren Ehe mit ihrem letzten Atemzug ihre tiefe Zuneigung bezeugen, glaube ich nicht an die ewige Liebe wenn sie denn in der Gestalt einer Beziehung daherkommen soll. Überhaupt muss sich jede Art von Beziehung bis zuletzt beweisen, davor macht es doch gar keinen Sinn, mit solchen Superlativen wie der Ewigkeit anzufangen.
Liebe kann groß sein, ja, vielleicht sogar unendlich groß. Wenn selbst Sonnen sterben können, dann kann auch die Liebe vergehen. Jede Liebe. Aber wir sind ja romantisch, nicht wahr...? |
| Wanderer |
05. Mar. 2010, 07:36
Beitrag: · · | Beitragslink: #23
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~ Federschwinger ~ |
Natürlich kann jede Liebe vergehen. Muß aber nicht. Das ist genauso wie mit dem Menschen selbst, der geistig mal in die eine mal in die andere Richtung gehen kann. Ändert er seinen Weg, so ändern sich nach und nach auch seine Vorstellungen, Werte, Anschauungen und Handlungen. So... Und da ja die Liebe zweier Menschen einer gemeinsamen Grundlage bedarf, kann es sehr wohl sein, daß sich beide irgendwann in verschiedene Richtungen entwickeln, wodurch auch die gegenseitige Anziehungskraft immer mehr nachläßt und zuletzt nichts mehr davon übrig bleibt. Dann haben sich aber auch die unsichtbaren feinstofflichen Fäden, die die beiden Personen verbanden, gelöst. Die Trennung ist eine natürliche Folge und muß nicht schmerzhaft sein, sobald man die Tatsachen erkannt hat. Es liegt auch hierbei alles nur an dem Menschen selbst, die Bindung aufrechtzuerhalten oder zu lösen.
Der Mensch ist ja der einzige Unsicherheitsfaktor in der ganzen Schöpfung. Deshalb ist alles, was mit dem Menschen zusammenhängt, ebenfalls, ich sags mal so, mit Vorsicht zu genießen. |
| tintling |
05. Mar. 2010, 14:42
Beitrag: · · | Beitragslink: #24
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~ ahnung, leise ~ |
Natürlich kann jede Liebe vergehen. Muß aber nicht. Vielleicht ja doch, vielleicht ist das sogar ihre Bestimmung! Vielleicht müssen wir einsehen, das alles unbeständig ist, der Entropie unterworfen. Die Liebe als solche kann nicht vergehen, jedenfalls nicht die, wie wir Menschen sie definiert haben und immer neu definieren. Mit der Menschheit wird diese Liebe, die wir in diese Welt mitgebracht haben, eines Tages verschwinden. Und immer wenn wir dieser einen Liebe ein Gesicht geben, einen Namen, machen wir sie sterblich. Kostbar, wunderschön, einzigartig. Aber auch endlich. |
| Wanderer |
05. Mar. 2010, 20:50
Beitrag: · · | Beitragslink: #25
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~ Federschwinger ~ |
Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis... des Unvergänglichen. Genauso wie die an sich tote Materie nur ein grobes und vergängliches Abbild feiner beschaffener unvergänglicher und in sich beweglicher Welten ist, so ist auch die Liebe, wie diese von den meisten verstanden wird, nur ein Übergang zu der wahren Liebe, die geistig ist. Die letzte beschränkt sich nicht auf etwas Bestimmtes, sondern besitzt die Fähigkeit auf alles gerichtet sein zu können was rein ist oder rein gehalen wird, Persönliches wie Sachliches, seien es Menschen, Arbeit, Natur usw.
Man sollte zwischen 3 Arten von Liebe unterscheiden: die körperliche, die seelische und die geistige. Alle 3 sind grundverschieden, werden aber aus Oberflächlichkeit in einen Topf geworfen. Das ist falsch. Sie können zwar nebeneinenader existieren, eine Vermischung ist jedoch ausgeschlossen, genauso wie eine Vermischung des Körpers mit der feinstofflichen Hülle (auch Seele genannt) des Geistes und mit diesem selbst aufgrund verschiedener Beschaffenheiten dieser drei nicht möglich ist, sondern es erfolgt lediglich ein Anschluß für eine bestimmte Zeit. |
| naudh |
08. Mar. 2010, 12:10
Beitrag: · · | Beitragslink: #26
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~ hack writer ~ Aus: und vorbei... |
Wegen der Schwächen? Nein, sorry. "Wenn du meine Dämonen tötest, wer sagt mir, dass nicht auch meine Engel sterben." Und ja, es ist so wie Goldie gesagt hat, man liebt einen Menschen natürlich wegen seiner Stärken und Vorzüge, aber im gleichen Maß auch wegen seiner Schwächen und Fehler. Denn genau das macht einen Menschen aus. Und das macht auch die Liebe aus, dass man so sein darf, wie man wirklich ist. |
| tintling |
08. Mar. 2010, 17:37
Beitrag: · · | Beitragslink: #27
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~ ahnung, leise ~ |
Jede Stärke ist Schwäche und andersherum. Die Dosis macht das Gift, so ist ein ehrlicher Mensch der nicht hin und wieder mal die Klappe halten kann genauso unerträglich wie jemand, der einem immer nur Honig ums Maul schmiert.
Schwächen sind charmant, genau wie Stärken. Jemand, der perfekt ist bzw. sich dafür hält oder nur nach dieser strebt und glaubt, er müsste irgendetwas an sich selbst oder anderen "ausmerzen" wirkt irgendwie... weniger charmant. |
| Goldene Sphinx |
08. Mar. 2010, 19:57
Beitrag: · · | Beitragslink: #28
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~ Die mit dem Wolf tanzt ~ Aus: dem 9. Kreis der Hölle |
Hätten wir keine Schwächen, dann wären wir in allem perfekt und hätten alle die gleichen Stärken, doch ich frage mich, was ich dann an einem Menschen noch lieben kann. Was macht ihn dann noch aus?
Ja, ich liebe an meinem Partner natürlich seine Vorzüge, seine Lebenserfahrung und die starke Schulter, die er immer für mich hat, genauso wie seine Ratschläge und seine Kritik. Aber ich liebe auch die Tatsache, dass er sich für andere bedingungslos einsetzt und sich auch immer wieder über Unrecht in seiner Umgebung aufregen kann, selbst wenn er es nicht ändern kann oder darüber sich selbst vergisst. Das Eine macht ihn genauso aus wie das Andere und auch wenn er nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entspricht, was mir so oft nachgesagt wird, ist er für mich perfekt wie er ist. Liebe bedeutet für mich nicht nur Streben, das ist zwar ein Teil davon, aber nicht alles, auch das pure Sein im hier und Jetzt, den Anderen spüren und sich mit ihm verbunden fühlen ist für mich sehr wichtig. Die Goldene Sphinx |
| Wanderer |
08. Mar. 2010, 20:50
Beitrag: · · | Beitragslink: #29
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~ Federschwinger ~ |
Aber ich liebe auch die Tatsache, dass er sich für andere bedingungslos einsetzt und sich auch immer wieder über Unrecht in seiner Umgebung aufregen kann, selbst wenn er es nicht ändern kann oder darüber sich selbst vergisst. Für mich ist das eindeutig eine Stärke und keine Schwäche, wenn er gegen das Unrecht in den Kampf zieht, und sei es nur verbal. Mich regt ebenfalls vieles auf *gg, weil es eben falsch und abartig ist. Und deshalb soll es auch bekämpft werden. Mit Schwächen meine ich natürlich nicht die "Kleinigkeiten" wie das Sich-Aufregen, Vorliebe zum Essen oder Bier ... Ich selbst bin zb seit einiger Zeit "nutella-süchtig". Und das ich auf Horrorfilme abfahre ist ebenfalls kein Geheimnis für alle hier Anwesenden. Sind das Schwächen? Nein, das glaube ich nicht. Wenn ich davon abhängig wäre, wie ein Drogensüchtiger, dann ja. Aber solange ich es selbst unter Kontrolle halten und steuern kann, ist das nichts Schlimmes. Wirkliche Schwächen oder Fehler sind Wesenszüge, die den Charakter oder sogar die Grundeinstellung eines Menschen prägen. Ernstzunehmende und nicht tolerierbare Schwächen sind zb die Herrschsucht, das Bestreben sich durch Unterdrückung und/oder Manipulation seiner Mitmenschen zu behaupten, die Vorteilssuche, die Frechheit, die sich einfach etwas nimmt ohne Rücksicht auf andere, die Rücksichtslosigkeit und die Ichbezogenheit, das Ausleben eigener sog. "Bedürfnisse" auf Kosten und zum Schaden anderer wie zb verschiedene abartige Sexpraktiken oder auch Rohheit und Grobheit, Arroganz und Hochmut, mangelhafte Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen. Natürlich gehören auch tatsächliche Süchte wie Drogen, Alkoholabhängigkeit oder die Abhängigkeit vom Rauchen dazu. Also alles, was den Geist bindet und unfrei macht. Man kann bestimmt noch viele weitere Beispiele anführen, aber jeder kann die Liste selbst fortsetzen. Ich denke das ist jetzt deutlich genug geworden. Da wären wir übrigens wieder bei dem Thema Toleranz... |
| Goldene Sphinx |
11. Mar. 2010, 18:48
Beitrag: · · | Beitragslink: #30
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~ Die mit dem Wolf tanzt ~ Aus: dem 9. Kreis der Hölle |
Niemand kann sich wohl komplett von solchen Schwächen freisprechen. Ich nehme meinem Partner auch das Rauchen nicht wirklich übel, da er dabei Rücksicht auf mich, den überzeugten Antiraucher nimmt und es nur sehr selten tut. Ein gewisser Hedonismus ist hier vielleicht auch zu verzeichnen, aber dem hängen wir wohl beide an und ich würde uns vielleicht sogar eher ein bisschen als Epikuräer bezeichnen. Ich sehe es nicht als Schwäche an, wenn man auch mal an sich denkt und die Anderen Andere sein lässt.
Eher will ich mir diese Einstellung näher bringen lassen, da ich viel zu sehr auf die Meinung anderer wert lege. Auf jeden Fall liebe ich ihn auch wegen dieser Dinge, denn wenn er perfekt wäre, müsste ich mir wohl minderwertig vorkommen, denn ich bin es ganz sicher nicht. Eine ewige Liebe heißt wohl auch ewige Arbeit. Die meisten Paare ermüden irgendwann, alle Probleme des Alltags anzusprechen, dem anderen zuzuhören und sich mit ihm zu beschäftigen. Wie hieß es heute. "Die Konkurrenten der meisten Frauen sind Fußball und Autos." Wenn man dem Partner nicht dauerhaft Priorität einräumen will, dann muss es irgendwann zu Frust kommen. Das auf den anderen Eingehen und sich für ihn Öffnen kostet Kraft, die man aber gleichzeitig aus nichts besser als aus der dadurch entstehenden Nähe und Geborgenheit, dem Vertrauen und Verständnis schöpfen kann, in dieser sonst so kalten und rücksichtslosen Welt. Wenn man nicht gewillt ist dauerhaft Arbeit in die Beziehung zu investieren, dann kann es auch keine ewige/ lebenslange Liebe geben. Die Goldene Sphinx |
| Wanderer |
11. Mar. 2010, 20:55
Beitrag: · · | Beitragslink: #31
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~ Federschwinger ~ |
Auf jeden Fall liebe ich ihn auch wegen dieser Dinge, denn wenn er perfekt wäre, müsste ich mir wohl minderwertig vorkommen, denn ich bin es ganz sicher nicht. Dann würdet ihr entweder gar nicht zusammenkommen können oder du würdest so lange an dir arbeiten, bis du sein Niveau erreicht hast. Wenn man nicht gewillt ist dauerhaft Arbeit in die Beziehung zu investieren, dann kann es auch keine ewige/ lebenslange Liebe geben. Das ist wahr. Aber was ist das für eine Liebe, wenn man nicht einmal an sich und an der Beziehung arbeiten will? Wenn es wirklich Liebe ist und nicht bloß das egoistische Bedürfnis sich sein Leben auf Kosten eines anderen schön zu gestalten, dann möchte man doch ALLES in diese Beziehung (welcher Art auch immer...) investieren. Es wird zu einer Selbstverständlichkeit und erfolgt aus dem natürlichsten Bedürfnis und einem Nicht-Anders-Können heraus. |
| LaChatte |
25. Mar. 2010, 11:24
Beitrag: · · | Beitragslink: #32
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~ Held der Arbeit ~ Aus: France |
Das ist wahr. Aber was ist das für eine Liebe, wenn man nicht einmal an sich und an der Beziehung arbeiten will? Wenn es wirklich Liebe ist und nicht bloß das egoistische Bedürfnis sich sein Leben auf Kosten eines anderen schön zu gestalten, dann möchte man doch ALLES in diese Beziehung (welcher Art auch immer...) investieren. Es wird zu einer Selbstverständlichkeit und erfolgt aus dem natürlichsten Bedürfnis und einem Nicht-Anders-Können heraus. Auch in der schönste Liebe kommt's mal vor, dass einem der/die Andere einfach nur noch auf die Nerven geht, man nur noch die dummen, lästigen, idiotischen Seiten sieht und nicht mehr die schönen, anziehenden Seiten... da muss man sich schon bewusst beim Riemen reissen und dem natürlichen Bedürfnis, dem andern eine zu scheuern, die Zügel anlegen. grüsse, barbara |
| Wanderer |
25. Mar. 2010, 20:16
Beitrag: · · | Beitragslink: #33
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~ Federschwinger ~ |
Auch in der schönste Liebe kommt's mal vor, dass einem der/die Andere einfach nur noch auf die Nerven geht, man nur noch die dummen, lästigen, idiotischen Seiten sieht und nicht mehr die schönen, anziehenden Seiten... da muss man sich schon bewusst beim Riemen reissen und dem natürlichen Bedürfnis, dem andern eine zu scheuern, die Zügel anlegen. grüsse, barbara Wie wäre es, wenn man diese "lästigen, idiotischen Seiten" vorher entdecken würde. Bevor man etwas Ernsthaftes anfängt. Und wenn man diese Seiten an dem anderen einmal festgestellt hat, dann will man vllt gar keine Beziehung und gut ist's. Aber die Leute wollen ja unbedingt eine Bindung ungeprüft eingehen und klagen danach, daß der Partner nicht so ist, wie sie ihn sich in der Einbildung vorgestellt hatten. Dem anderen eine zu scheuern (und sei es nur in Gedanken!) ist übrigens kein natürliches Bedürfnis, sondern ein Mangel an Selbstbeherrschung. Das gehört zu den Sachen, die ich niemals toleriere... Wenn ich in Erfahrung bringen würde, daß jemand über mich auch nur eine Sekunde lang so gedacht hat, würde ich mit einem solchen Menschen nichts zu tun haben wollen, nicht einmal einen Kaffee trinken. |
| LaChatte |
07. Apr. 2010, 18:17
Beitrag: · · | Beitragslink: #34
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~ Held der Arbeit ~ Aus: France |
Wie wäre es, wenn man diese "lästigen, idiotischen Seiten" vorher entdecken würde. Bevor man etwas Ernsthaftes anfängt. Und wenn man diese Seiten an dem anderen einmal festgestellt hat, dann will man vllt gar keine Beziehung und gut ist's. Aber die Leute wollen ja unbedingt eine Bindung ungeprüft eingehen und klagen danach, daß der Partner nicht so ist, wie sie ihn sich in der Einbildung vorgestellt hatten. Hm. Wie stellst du dir das vor? So à la "hör mal, ich finde dich eigentlich sehr cool und hab mich auch ein bisschen in dich verliebt, aber sag mal" (Liste hervorzieh) *Sitzt du auch beim Pinkeln? Schraubst du den Deckel der Zahnpasta immer schön zu? Lässt du deine Unterwäsche quer in der Wohnung rumliegen? Schnarchst du?" ... und wenn unter 80% "Nein" kommen, dann lässt mans bleiben? (IMG:style_emoticons/default/blink.gif) ach nö. Ich geh eine Bindung ein, weil ich mich verliebe, ein paar komische Eigenschaften hat jeder Mensch, nicht zuletzt ich, also wird's notwendigerweise eine Übung in gegenseitiger Toleranz, was Ecken und Macken betrifft. Und nein, ich beklag mich ja gar nicht, ich würd meinen Allerliebsten sofort wieder nehmen, genauso wie er ist. (IMG:style_emoticons/default/blush.gif) Dem anderen eine zu scheuern (und sei es nur in Gedanken!) ist übrigens kein natürliches Bedürfnis, sondern ein Mangel an Selbstbeherrschung. Das gehört zu den Sachen, die ich niemals toleriere... Wenn ich in Erfahrung bringen würde, daß jemand über mich auch nur eine Sekunde lang so gedacht hat, würde ich mit einem solchen Menschen nichts zu tun haben wollen, nicht einmal einen Kaffee trinken. nun, manchmal mangelt es mir an Selbstbeherrschung, das ist eins der Dinge, die mir mein Allerliebster manchmal verzeihen muss. Was er bisher auch immer wieder getan hat. Und wir sind uns gegenseitig schon ziemlich häufig auf die Nerven gegangen, teilweise auch sehr gemein, aber all das ist weniger wichtig als die Tatsache, dass wir uns lieben. Wir können's nicht immer miteinander, aber ohne einander noch viel weniger. grüsse, barbara |
| Wanderer |
07. Apr. 2010, 21:04
Beitrag: · · | Beitragslink: #35
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~ Federschwinger ~ |
manchmal mangelt es mir an Selbstbeherrschung, das ist eins der Dinge, die mir mein Allerliebster manchmal verzeihen muss. Zum Glück wird bei uns niemand zwangsverheiratet. Das war übrigens nicht immer so, deshalb sollte man diese Errungenschaft der Freiheit schätzen. |
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| LoFi Version | Aktuelles Datum: 11. September 2010, 02:52 |